Vorfreude auf den Frühling
19. Februar 2012 | Von Kudo | Kategorie: Allgemein, Essen & Trinken
Im ausgehenden Winter ist die Vorfreude auf die ersten Tage des Frühlings mit warmen Temperaturen und den ersten Stunden im Biergarten am größten. Noch tobt der Fasching in den Städten, aber der Beginn der Fastenzeit in Bayern ist nicht mehr weit.
Schon am Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit, die bis zum Karsamstag andauert und traditionell Fleisch, Alkohol und andere Genüsse verbietet. Da wir in Bayern sind, fällt Bier – trotz des vorhandenen Alkohols – nicht unter das Fastengebot und darf daher auch während der Fastenzeit bis Ostern getrunken werden. Wenn es die Temperaturen zulassen, natürlich auch im Biergarten. Der Ursprung der Biergärten ist übrigens auf die katholische Kirche und zwei ihrer Heiligen zurückzuführen. Sie entstanden im 19. Jahrhundert. Damals war es noch üblich untergäriges Bier zu trinken. Dessen Herstellung war allerdings nur zwischen dem 29. September, dem Feiertag des heiligen Michaels und dem 23. April, erlaubt. Dies wurde durch die Bayerische Brauordnung aus dem Jahre 1539 festgelegt. Der Grund dafür bestand darin, dass im Sommer erhöhte Brandgefahr beim Brauvorgang besteht.
Bis Ende April mobiliserten die Münchner Brauereien nochmals alle Reserven, um möglichst viel von dem begehrten Märzen zu produzieren, daß es auch bis zum Oktoberfest reicht. Das Bier wurde in den Kellern der Brauereien gelagert und dort – bis zur Erfindung der Kältemaschinen – mit natürlichem Eis vom Winter gekühlt. In diesen Bierkellern begann daraufhin auch der Ausschank und so wurden die ersten Bierkeller gegründet. Es wurden draußen Bänke und Tische errichtet und schon entstanden die ersten Bierkellergärten. Damit diese keine Konkurrenz zu anderen Münchner Gastwirtschaften darstellen, wurde der Verkauf von Speisen verboten. Heute bieten die schönsten Biergärten in München jede Menge leckere deftige Speisen, wie Weißwurst oder Brathändl an. Bis heute ist es aber auch erlaubt, eigenes Essen mitzubringen. Wer also seine eigenen Vorlieben hat, kann per App sein Essen auch online per Bestellservice ordern und liefern lassen.
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