Wohnen und Arbeiten auf der Theresienhöhe

30. Juli 2009 | Von | Kategorie: Architektur

Nach dem Umzug der Münchner Messe in 1998 begann eine imposante Neuordnung des Münchner Stadtviertel auf der Schwanthaler Höhe, geprägt vom Leitbild der “Europäischen Stadt” und einer nachhaltigen Stadtentwicklung.

Die Münchner Schwanthaler Höhe ist das Leitprojekt des Konzept einer nachhaltigen Stadtentwicklung unter dem Namen “Perspektive München”. Auf dem ehemaligen Gelände der Münchner Messe entstehen auf einer Fläche von etwa 22 Hektar 1.500 neue Wohnungen für mehr als 3.000 Einwohner, von denen ein großer Teil öffentlich gefördert wird. Rund um den Bavariapark entstehen zusätzlich etwa 200.000 qm Büro- und Gewerbeflächen, wo etwa 5.000 Menschen arbeiten sollen. Beeindruckende Immobilien mit einer kompakten Bauweise entstanden auf der Theresienhöhe. Ein kulturelles Zentrum bildet das Verkehrsmuseum, in dem unzählige Ausstellungsstücke aus dem Bestand des Deutschen Museum ausgestellt werden.

Ein Blickfang des neuen Stadtquartier auf der Schwanthaler Höhe ist der neu entstandene Bürokomplex an der Ganghoferstrasse, der als Esplanade mit Grünflächen, Läden und Restaurants gleichzeitig den Eingang in das neue entstandene Viertel bildet.

© 2009 Schwanthaler Höhe, München

© 2009 Schwanthaler Höhe, München

Die Immobilien an der Ganghoferstrasse zeichnen sich alle durch eine sehr kompakte und zugleich sehr ansprechende Bauweise aus. Die Gebäude sind klar strukturiert durch einen Sockel, eine mittlere Zone und den Dachbereich, unterstützt durch verschiedene Farben. In dem Sockel sind teilweise Gastronomie und Läden untergebracht. Bauherr des Gebäude war die KPMG Treuhandgesellschaft AG. Die verantwortlichen Architekten Steidle und Partner sind aus München. Das Beleuchtungskonzept stammt von Ingo Maurer.

An das Gebäude der KPMG schließt sich unmittelbar ein weiterer Bürokomplex an, der eine ähnliche kompakte Bauweise verfolgt und die klare Linie entlang der Ganghoferstrasse fortsetzt.

© 2009 Schwanthaler Höhe, München

© 2009 Schwanthaler Höhe, München

Hinter dem Bürokomplex sind acht freistehende Immobilien mit Blick auf den Bavariapark entstanden. Besonders auffallend ist die sehr unterschiedliche Gestaltung der Immobilien, an der man deutlich die Handschrift der beteiligten Architekten erkennen kann. Trotz der markanten Unterschiede in der Gestaltung der Fassaden und der Bauweise bilden die Gebäude eine kompakte und leuchtende Einheit gegenüber dem Bavariapark. Es handelt sich um ein beeindruckendes Beispiel in München, wie sich Wohngebäude und Bürogebäude sehr harmonisch vereinen lassen. Die Architekten der Wohnimmobilien stammen aus den Münchner Büros Steidle und Partner sowie Hilmer, Sattler und Albrecht. Daneben war die Berliner Architekten Ortner & Ortner verantwortlich.

© 2009 Wohnen auf der Schwanthaler Höhe, München

© 2009 Wohnen auf der Schwanthaler Höhe, München

Besonders markant im Quartier der Schwanthaler Höhe ist der Wohnturm Park Plaza, der die umliegenden Bürogebäude und Wohnhäuser deutlich überragt und durch seine verspielte und farbige Gestaltung einen deutlichen Akzent in der Bebauung setzt. Die Fassade wird dominiert durch die unregelmäßigen Balkone. Auch dieses Gebäude stammt aus der Feder der Münchner Architekten Steidle und Partner.

© 2009 Wohnen im Park Plaza, München

© 2009 Wohnen im Park Plaza, München

Ein weiteres sehr prominentes Gebäude steht an der Radlkoferstrasse mit Blick auf die Theresienwiese. Der Bürokomplex über 5 Geschosse umfasst eine Nutzfläche von 11.000 qm und fällt dem Betrachter aufgrund seiner sehr eigenwilligen Gestaltung der Fassade sofort ins Auge. In die Natursteinfassade aus Juramarmor sind sog. Krustenplatten integriert, die mit ihrer deutlichen rauhen Oberfläche für einen interessanten Kontrast sorgen.

© 2009 Avalon Gebäude auf Schwanthaler Höhe, München

© 2009 Avalon Gebäude auf Schwanthaler Höhe, München



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Tags: Bavaria, Bavariapark, Ganghoferstraße, Gebäude, Immobilien, Messe, München, Münchner, Museum, Stadtviertel, Theresienhöhe, Theresienwiese, Verkehrsmuseum

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