Bayerische Alkoholfreie Weißbiere gut im Test

28. Mai 2010 | Von | Kategorie: Essen & Trinken

Bayern gilt als Land des Weißbier und schneidet auch bei Stiftung Warentest in der Verkostung von Alkoholfreiem Weißbier fast durchweg mit “gut” ab.

Zugegeben, alkoholfreies Weißbier ist nicht jedermanns Geschmack und war es lange Zeit auch meiner nicht. Doch mittlerweile greife ich recht gerne zum Leichten Weißbier oder eben zum Alkoholfreien Weißbier, vor allem nach dem Sport oder unterwegs. In der neuen Ausgabe 6/2010 hat sich Stiftung Warentest dem Thema Alkoholfreies Weißbier angenommen und 20 Sorten alkoholfreies Weißbier verkostet und getestet. Als Fazit lässt sich zunächst festhalten, dass alkoholfreies Weißbier in der Tat ein kalorienarmer Durstlöscher ist, aber für aktive Dauersportler nur bedingt geeignet ist. Weniger überraschend ist das gute Abschneiden der bayerischen Braureien im Test, vorneweg Schneider Weisse aus Kelheim und Erdinger. Auch Tucher aus Fürth überzeugte die Tester von Stiftung Warentest.

Testsieger in der Kategorie alkoholfreies Weißbier ist das Weißbier von Schneider Weiße, gefolgt vom Erdinger Weißbier Alkoholfrei und vom Tucher Hefe Weizen Alkoholfrei. Auch alkoholfreies Weißbier von Brauerei Gebr. Maisel, Franziskaner, Maxlrainer, Neumarkter Lammsbräu, Oettinger, Weihenstephan erhielten das Urteil “gut”. Erst gestern hatte ich alkoholfreies Bio-Weißbier von Neumarkter Lammsbräu im Glas und war rundum zufrieden. Billiger geht es jedoch mit dem Original Oettinger Weißbier Alkoholfrei, das nur 0,35 € kostet. Daran zeigt sich halt, dass die wahren Braumeister von Weißbier in Bayern sitzen, auch wenn es um Alkoholfreies Weißbier geht. In Bayern gehört ein Weißbier immerhin zu einem guten Weißwurstfrühstück und der berühmteste Weißbier-Trinker Waldemar Hartmann ist ebenfalls ein Bayer. Nur alkoholfreies Weißbier von der Gräflichen Brauerei Arco Valley und Schönbuch ist mit dem Urteil “mangelhaft” durchgefallen.

Abwertungen gab es bei der sensorischen Beurteilung, bei der Schaumhaltbarkeit, bei der fehlenden Eignung als Durstlöscher und für Sportler sowie bei der mikrobiologischen Qualität und der Deklaration auf dem Etikett. Vor allem bei Letzterem musste das Paulaner Weißbier Alkoholfrei Federn lassen. Teilweise gab es auch große Unterschiede zwischen Weizenbier mit und ohne Alkohol, obwohl alle Brauereien damit werben, dass man den Unterschied zum Alkoholfrei nicht feststellen könne. Es leuchtet jedoch schnell ein, dass es technisch kaum machbar ist, alkoholfreies Weißbier geschmacklich genauso zu brauen wie das Original. Entweder können sich die Aromastoffe im Bier nur in geringen Mengen bilden oder sie gehen wieder verloren, wenn nach Gärung entalkoholisiert wird. Den gesamten Test kann man in der Juni 2010 Ausgabe von Stiftung Warentest oder online nachlesen.

Wer auf etwas mehr Alkohol im Weißbier steht, ist übrigens beim Schorschbräu und dem Schorschweizen aus Franken gut aufgehoben, immerhin das stärkste Weißbier der Welt. Schorschbräu hält nach wie vor die bayerische Fahne hoch, wenn es um das stärkste Bier der Welt geht. Um diesen Titel wird inzwischen ein regelrechter Kampf gefochten zwischen Franken und Schottland. 



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