Urlaub beginnt und endet im Airbräu
16. Januar 2010 | Von Watzmann | Kategorie: Essen & Trinken
Bayern beginnen und beenden ihre Flugreisen meistens am Flughafen München im Erdinger Moos, wo sich seit nunmehr 10 Jahr die Flughafenbrauerei Airbräu etabliert hat.
Auch wir haben vor unserer Reise nach China noch ein schnelles Bierchen im Airbräu geschluckt und mussten erstmal von einigen Irrtümern Abschied nehmen.Wenn ich an Flughafenbrauerei dachte, sah ich unweigerlich viele Reisende mit schweren Koffern vor mir, ein Kommen und Gehen, qualitätslose Küche für großes Geld und schlechtes Bier.
Die Flughafenbrauerei Airbräu ist zwar am Flughafen München beheimatet, aber offensichtlich in der Region zuhause. Dank regelmäßiger besonderer Veranstaltungen am Flughafen kommen nicht nur ab- und anreisende Touristen auf das Gelände des Flughafen. So war z.B. der Weihnachtsmarkt am Flughafen neben dem Weihnachtsmarkt auf dem Marienplatz heuer mein einziger Weihnachtsmarkt, den ich besuchen konnte. Die Gäste des Airbräu sind daher nicht nur Reisende, sondern auch Besucher und Menschen aus der Region, die im Airbräu auch extravagant unterhalten werden. Von wegen Kommen und Gehen. Die freien Plätze sind im Airbräu trotz der großen Gasträune rar gesät und wenn man mal sitzt, freut man sich schon auf eines der leckeren Biere, die scharenweise die Theke verlassen. Der Blick in die Karte verrät angemessene Preise, die die Urlaubskasse nicht übergebührlich belasten.
Für das Bierbrauen ist Diplombraumeister Christian Storch verantwortlich, der seine Ausbildung zum Braumeister zunächst bei SpatenBräu und danach ein Studium des Brauwesen an der FH Weihenstephan absolvierte. Sein weiterer Weg führte ich dann zur Staatlichen Hofbräu Brauerei in München und ab 1999 übernahm er die Leitung der Airbräu Brauerei am Flughafen in München.
An normalen Tagen steht dem Gast ein Airbräu FliegerQuell – der feinherbe Klassiker – oder ein Airbräu Kumulus – ein spritziges Weißbier – zur Auswahl. Das untergärige FliegerQuell wird ungefiltert mit 11,9° Stammwürze und 5,2% Alkoholgehalt gebraut, hopfenbetont und mit einer tiefgoldenen Farbe ausgestattet. Für die besondere Qualität bürgt die DLG-Goldmedaille aus 2005. Das Weißbier Airbräu Kumulus wird mit 5,4% Alkoholgehalt und 12,2° Stammwürze gebraut und ist ebenfalls prämiert mit der Goldmedaille der DLG 2007.
Daneben gibt es je nach Jahreszeit weitere Saisonbiere zur Auswahl. Das Jahr fängt an mit dem Aviator – ein kräftiger Doppelbock mit mehr als 18 Grad Plato Stammwürze und mindestens 7,7% Vol.Alkohol, der immer zwischen Aschermittwoch und Karfreitag fließt. Am 1. Mai folgt Mayday – ein malzaromatisches dunkles Weißbier. Wenn die Urlauber im Sommer in die Ferien fliegen, braut Airbräu Airnten – ein leichtes Weißbier – als Sommerbier. Die 5. Jahreszeit in München während der Wiesn begleitet Airbräu mit dem Jet A-1, das pünktlich zum Anstich auf dem Oktoberfest als Wiesnbier ausgeschenkt wird. Ganz im Stil der bayerischen Brauereien wird im Winter ein dunkles Winterbier namens Kampus gebraut.
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