Gesund durch den Winter mit Tee

Dez 18th, 2009 | By Kudo | Category: Gesundheit & Medizin

Tee gehört weltweit zu den beliebtesten Getränken, egal ob heiß oder kalt, schwarz oder grün, als Eistee oder Punsch. Tee gibt es in allen vorstellbaren Varianten, Sorten und Mischungen.

Der Ursprung jedoch findet sich in China und beginnt mit Grünem Tee, der in perfekter Zubereitung auch die Seele anregen kann. Der LegeErntezeitnde nach die Heilkraft des Grünen Tee schon vor rund 5.000 Jahren in China entdeckt. Beim Tee unterscheidet man heute ganz grob zwischen dem chinesischen und dem assamischen Teestrauch. Während die chinesische Variante bis zu 5 Meter hoch wird, kann ein wilder Teestrauch in Assam (Nordindien) schon bis zu 20 Meter hoch werden. Aus Kreuzungen beider Teesträucher hat man bis heute unzählige Sorten entwickelt, die je nach Anbaugebiet wieder ihre Besonderheiten haben. Die besten Teesorten wachsen in den Bergen, insbesondere in Gegenden mit lockerem, nährstoffreichen Bogen und regelmäßigem Regen und Sonnenschein. Die erste Ernte eines Teestrauch ist nach 3 Jahren Wachstum möglich, aber die volle Tragfähigkeit erreicht ein Strauch erst nach ca. 5 bis 6 Jahren. Die Erntezeit hat einen besonderen Einfluss auf die Qualität des Tee. Die beste Qualität erhält man bei der Ernte im Frühjahr (1st Flush), wenn die Tage noch kühl, aber schon sonnig sind. Auch die Ernte der zweiten Triebe im Sommer bringt noch ganz gute Qualität (2nd Flush). Der durchschnittliche Tee stammt eher aus der Regenzeit zwischen August und Oktober, wenn der Ertrag aufgrund des schnellen Wachstums der Teeblätter hoch, aber qualitativ eher wenig Inhaltsstoffe vorhanden sind.

Der Unterschied zwischen Grünem und Schwarzem Tee ergibt sich erst nach der Ernte durch die weitere Verarbeitung der Teeblätter. Für Schwarzen Tee werden die gepflückten Blätter zunächst zum Trocknen und Welken ausgelegt. Danach gelangen sie eine Rollmaschine, wo die Blätter so geedreht und gerollt werden, damit die Zellen aufbrechen und der Pflanzensaft austritt. Während dieser Phase entstehen auch die unterschiedlichen Blattgrade

  • Blatt-Tee (Ganze Blätter),
  • Broken-Tee (Blätter sind in kleine Teile gebrochen),
  • Fanning (kleinste Blattstückchen zur Weiterverarbeitung für Aufgußbeutel),
  • Dust (winzige Blatteile und Teestaub).

Für Schwarzen Tee werden die gerollten Blätter in eine Gärkammer zur Fermentation gebracht, wo sich die Gerbstoffe auflösen und das charakteristische Aroma des Schwarzen Tee entsteht. Die Fermentation wird mit Heißluft gestoppt. Danach werden die Blätter mittels unterschiedlicher Siebe sortiert.

Für Grünen Tee werden die getrockneten Blätter zuerst erhitzt und gedämpft, wodurch die Enzyme zerstört werden, so dass die Zellsäfte im Blatte verbleiben. Eine Fermentation findet beim Grünen Tee nicht statt.

Der Geschmack des Tee ergibt sich in erster Linie dadurch, welche Teeblätter man verarbeitet:

  • Tippy: Junge Blätter an der Spitze des Teestrauch ergeben den feinen, zarten Geschmack des Tees.
  • Flowery: Eingerollte und noch nicht voll entfaltete Blattsoitzen mit den Knopsenhüllen ergeben den typisch blumigen und aromatischen Geschmack.
  • Orange: Die ersten, voll entfalteten Blätter und Blattspitzen ergeben einen sehr guten Tee mit kräftigem Aroma.
  • Pekoe: Das etwa 3. Blatt von der Blattknospe ergibt einen Tee mit eher herbem Geschmack.
  • Souchong: Das 3. bis 6. Blatt von der Blattknospe ergibt einen eher dünnen Aufguss.

Etwa im 17. Jahrhundert entdeckte der Westen den Tee als Handelsware, als holländische Seefahrer die grünen Blätter aus Kanton nach Hause mitbrachten. Von Amsterdamm verbreitete sich dann Tee als Getränk in Europa, zuerst als Arznei gegen Rheuma, Erkältung, Kopfschmerzen und Asthma. Sogar als Vorbeugung gegen die Pest wurde das Wundermittel Tee verschrieben. Wenn man sich vorstellt, wie lange die grünen Blätter damals von China nach Holland unterwegs waren, kann man sich ein ungefähres Bild von der Qualität damals machen. Und wer mal eine Tonne gepressten Tee sehen will, kann dies derzeit im Haus der Kunst erleben, wo Ai Weiwei derzeit seine Ausstellung “So sorry” zeigt.

© 2009 Teabrick, Ai Weiwei

© 2009 Teabrick, Ai Weiwei

Ein heißer Tee schmeckt bei den derzeitigen Temperaturen von minus 10 Grad nicht nur gut, sondern er ist auch enorm gesund, da sich im Tee einzigartige Inhaltsstoffe befinden. Flavonoide bekämpfen Keime aller Art und schützen so vor Herz- und Kreislauferkrankungen. Gerbstoffe hemmen Entzündungen und töten Bakterien, Viren und Pilzen in unserem Körper ab. Dem noch nicht genug, kann das im Tee enthaltene EGCG die Entstehung von Tumoren und Metastasen hemmen, verhindert die Bildung von Blutgerinsel, wirkt gegen eine Vielzahl von Viren und reguliert den Blutzuckerspiegel. Tee ist daher ausgesprochen gesund und fördert ein langes Leben.

Es heißt ja oft, dass man einen vorzüglichen Tee nur in Form von losen Teeblätter erhält. Die Güte und die Qualität des Tee ergibt sich jedoch nicht durch die Art der Verpackung, sondern durch Sorte, Anbauprt, Erntezeitpunkt und Qualität der gepflückten Blätter. Doch in der meisten Zahl der Fälle befindet sich Teebeutel in der Tat nur Dust oder Fanning, also die eher schlechtere Qualität der Teeblätter, die meist auch während der Regenzeit geerntet werden.

Einen guten Tee muss man auch richtig zubereiten, wobei man daraus sogar eine ganze Zeremonie machen kann.

Hier gibt es einige kleine Tipps, die den Geschmack eines Tee deutlich verbessern. Der aufmerksame Beobachter stellt fest, dass die junge Dame im Video zunächst die Teekanne und die Teetassen mit heißem Wasser vorwärmt. Was man nicht sehen kann, ist die Qualität des Wassers, das eher kalkarm und weich sein sollte und auf 60 bis 80 Grad erhitzt wird und dann wieder abkühlen soll. In Bayern ist das Wasser aus der Leitung eher hart und somit nicht besonders geeignet zum Teetrinken. Die Menge Tee variiert je nach Sorte und Qualität, aber man kann von einem Richtwert 1g pro 100 ml Wasser ausgehen. Können die Teeblätter frei in der Kanne schwimmen, braucht man eher weniger, ungefähr 3 Teelöffel für einen Liter. Was für manche als Verschwendung angesehen werden wird – aber nicht nur in China durchaus üblich – ist das Wegschütten des ersten Aufguss. Wer seinen Tee gerne süßen möchte, sollte es mal mit Honig probieren. Nehmen Sie jedoch Honig, der möglichst wenig bis gar kein eigenes Aroma hat.

Wie wär`s hiermit?


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