Premiere wird in Sky umbenannt

3. Juli 2009 | Von | Kategorie: Internet & Medien

Premiere war einmal. Jetzt kommt Sky. Gefeiert wird heute abend in der Schrannenhalle. Hoffentlich bleibt da nichts hängen vom Pleitefieber der Schrannenhalle.

Die ehemalige Marke Premiere mit den Senderechten in Deutschland und in Österreich wird also (zunächst) einmal eingestampft. Aus Premiere entsteht die Sky Deutschland AG. Die hohen Verluste der damaligen Premiere World waren 2002 dafür mitverantwortlich, dass die KirchGruppe Insolvenz beantragen musste und die Verluste aus Pay-TV nahmen seitdem kein Ende. Dennoch scheint der Markt Pay-TV nach wie vor interessant für Investoren, die mit Bezahlfernsehen den deutschen Markt erobern wollen. In den nächsten Jahren wird sich zeigen, ob der Pay-TV Markt wirklich ein Markt der Zukunft sein wird und sich gegen die zunehmenden Angebote aus dem Internet bewähren wird.

Premiere-Logo (Quelle: Wikipedia)

Anfang 2008 gab die News Corporation bekannt, dass sie 14,58 Prozent Kapital an der Münchner Premiere AG erworben hat, wobei der Kapitalanteil der News Corporation im Laufe der Zeit regelmäßig erhöht wurde. Ende 2008 beantragte die News Corporation bei der Bafin eine Befreiung vom Pflichtübernahmeangebot bei Erhöhung des Aktienanteil über 30%, was Ende Januar 2009 zugebilligt wurde. Es ist daher damit zu rechnen, dass die News Corporation ihren Anteil an der Premiere AG in den kommenden Monaten weiter erhöhen wird. Die Umbenennung in Sky ist nur ein Zwischenschritt. Die Marke Sky stammt von Großaktionär Rupert Murdoch, der mit dieser Marke bereits in Großbritannien und Italien aktiv ist.

Seit Bestehen kämpft Premiere mit Hackern um ein effektives Verschlüsselungssystem der Kanäle, das immer wieder geknackt oder umgangen werden konnte. Sehr interessant ist das Fußballangebot von Premiere, das aktuell aus der Bundesliga, dem DFB-Pokal, der UEFA Champions League, zwei europäischen Top-Ligen und dem UEFA Cup sowie einem Spiel/Woche aus der österreichischen Bundesliga besteht. Der hohe Rang des Fußballkanal zeigt sich auch dadurch, dass hier etliche namhafte Kommenatoren wie beispielsweise Marcel Reif, Fritz von Thurn und Taxis, Kai Dittmann und andere arbeiten. Der Vertrag mit dem DFB ist bis zum 30. Juni 2012 gültig. Zusätzlich sicherte sich Premiere am 28. November 2008 die Sky-Rechte an der Fußball-Bundesliga ab der Saison 2009/10 bis einschließlich der Saison 2012/13 direkt von der DFL.

Sky setzt in Zukunft voll auf die neue Technik HD. Hier sieht Sky einen guten Ansatz, neue Kunden zu gewinnen. Die bereits bestehenden HD-Kanäle sollen um weitere 7 HS-Kanäle erweitert werden:

  • Sky Sport HD,
  • Sky Cinema HD,
  • Disney Cinemagic HD,
  • National Geographic HD,
  • Discovery HD,
  • History HD und
  • Eurosport HD.

Premiere-Abonennten werden am Samstag eine Überraschung erleben, wenn sie nicht schon vorher auf die neuen Sky-Kanäle umgeschalten haben. Die Premiere-Receiver und die Premiere-Karte können jedoch weiter verwendet werden. Es soll auch eine neue Webseite unter Sky eingerichtet werden, um technische Hilfe bei der Umstellung anzubieten. Bestandskunden von Premiere zahlen bis zum Vertragsende den gleichen Preis wie bisher. Neukunden erhalten das Angebot nur zu neuen Sky-Bedingungen. Wichtigste Änderung ist die Preiserhöhung beim Paket Fußball-Bundesliga, das von nun an zusätzlich zum Basis-Paket Sky-Welt (16,90) weitere 32,90 pro Monat kosten soll. Für die Sportfans wird Pay-TV in Zukunft als deutlich teuerer gegenüber Premiere.

Am 27. Mai 2009 gab Premiere die zukünftige Angebotsstruktur bekannt. Jeder Abonnent muss ein Basis-Paket (Sky Welt) buchen. Das HDTV wurde auf sieben Sender ausgeweitet. Die deutsche Fußball-Bundesliga kostet ab dem 4. Juli mindestens 32,90 €. [7]



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