Bayern wird von World of Warcraft “befreit”

29. April 2009 | Von | Kategorie: Internet & Medien

Bayern soll nach dem Willen der CSU “befreit” werden von dem Computerspiel World of Warcraft.

Ist das ein neues Fettnäpfchen, in das unsere Sozialministerin Haderthauer mit aller Gewalt `reinspringen will, nachdem sie bereits in den vergangenen Wochen nicht allzu glücklich ausgesehen hat mit ihren Aussagen.

Wir erinnern uns an den Ausspruch, dass der frühere Ministerpräsident Franz Josef Strauß kein Vorbild für die Menschen in Bayern sei. Hoppla, der bayerische Übervater schlechthin ist kein Vorbild für die Menschen in Bayern?

“Er sei schon super interessant, imponierend und faszinierend gewesen, aber eben nicht unbedingt als Vorbild zu sehen, weil es schon viele Dinge gab, die sie jetzt vielleicht anderen nicht zur Nachahmung empfehlen würde.”

Schade, dass sie hier nicht weitere Einzelheiten präsentiert hat. Es wäre schon interessant gewesen, welche Meinung hier eine Ministerin der CSU vertritt. Nun wissen wir ja aber auch, dass sie hier nicht die allgemeine Meinung der CSU vertreten hat, wie Ministerpräsident Seehofer ja auch schnell klar gestellt hat.

Eigentlich hätte man meinen sollen, dass die CSU aus ihren unpopulären Entscheidungen in der Vergangenheit gelernt hat. Wie war das nochmal mit dem Rauchverbot in Bayern, auf das man so stolz war und das schließlich zum Desaster bei der Bayernwahl beigetragen hat.

Nun kommt wieder so eine Entscheidung aus der CSU, auf die alle gewartet haben. World of Warcraft macht hochgradig süchtig und auch die Altersfreigabe sei ja ohnehin auf Grundlage der freiwilligen Selbstkontrolle der Medienwirtschaft zustandegekommen und daher nicht in Ordnung. Schnell verbieten ist hier die Lösung der CSU.

Durch solche Maßnahmen wie das gewünschte Verbot von World of Warcraft sollen auch so schlimme Geschehnisse wie der Amoklauf in Winnenden verhindert werden. Willkommen CSU im Zeitalter von Internet, wo man sich alles besorgen kann, was angeboten wird. Da werden auch solche Verbote nichts helfen. Wer World of Warcraft spielen will (und das sind viele sehr viele), wird sich von einem Verbot in Bayern sicher nicht beeindrucken lassen. Winnenden war vor allem auch deshalb möglich, weil ein Kind Zugang zu allerlei Waffen und Munition hatte.



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Tags: Bayern, Computer, CSU, Franz Josef Strauss, Haderthauer, Internet, Ministerpräsident, Seehofer, Waffen, world of warcraft

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