WM 2010 in Südafrika
4. Juni 2010 | Von admin | Kategorie: Weißwurstäquator
Der Countdown zur Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika hat begonnen und das ist für uns Anlass genug, die wichtigsten Fakten zur WM 2010 im Überblick zu präsentieren, angefangen bei den Mannschaften und last but noch least eine Kurzbeschreibung der Stadien.
Zunächst kümmern wir uns um die wichtigsten Fakten zur WM 2010. 32 Mannschaften haben sich für die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika qualifiziert und kämpfen in 64 Spielen in 10 Fußballstadien um den Titel. Spanien gilt bei vielen Fachleuten als heißester Favorit. Südafrika selbst besitzt eine lange Fußball-Tradition, die mit dem Kolonialismus und den Briten dorthin gelangte. Schon 1882 wurde der Fußballverband Natal Football Association in Südafrika gegründet. Aufgrund dessen hat neben Südafrika auch England fast Heimspiel-Vorteil. Die Mannschaft des Gastgebers Südafrika wird vom Nationaltrainer Carlos Alberto Pareira trainiert und die Erwartungshaltung in Südafrika umfasst mindestens das Finale.
Unser Team aus Deutschland hat eine souveräne Vorrunde gespielt und sich überzeugend für die WM qualifiziert. Das Ausscheiden von Michael Ballack ist schmerzlich, aber kein Grund zum Verzweifeln, da Schweinsteiger und Khedira einen zumindest ebenbürtigen Ersatz bilden. Die Newcomer Holger Badstuber und Thomas Müller könnten sich bei der WM zu den größten Überraschungen dieses Jahres entwickeln. Miroslav Klose enttäuschte dagegen in den letzten Spielen umso mehr und lässt daher nur wenig Raum für Spekulationen, dass er Gerd Müller mit 14 Treffern in der ewigen WM-Torschützenliste verdrängt. Alles in allem ist damit zu rechnen, dass Joachim Löw unser Team weit bringt. Das Halbfinale sollte das Ziel sein, das Finale wäre aus meiner Sicht glücklich. Hoffentlich muss Deutschland nicht während des Turniers in Südafrika noch umziehen bei all dem Wirrwarr um das WM-Quartier Velmore Grande. Deutschland spielt zusammen mit Australien, Serbien und Ghana in der Gruppe D. Das erste Spiel findet am 13.06. gegen Australien statt, gefolgt vom Match gegen Serbien am 18.06. und gegen Ghana am 23.06.2010.
Der ewige Favorit Argentinien konnte sich erst nach einer Zitterpartie gegen Uruguay für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika qualifizieren. Wer jedoch einen Lionel Messi in seinen Reihen hat, spielt immer um den WM-Titel mit. Einer wie Lionel Messi kann jedes Spiel im Alleingang entscheiden und Trainer Diego Armando Maradona versprüht ebenfalls die Aura eines Weltmeisters und wird von seinen Spielern geliebt wie ein Gott. Seinen Kritikern entgegnete Maradona dagegen wie folgt:
England hat in Südafrika aufgrund der historischen Verbindung nahezu Heimspiel-Vorteil. Nach dem letzten Platz beim Eurovision Song Contest 2010 in Oslo hat England bei der WM in Südafrika einiges vor. Als eines der ersten Teams ist England rund um den Trainer Fabio Capello schon in Südafrika angekommen und demonstriert dort absoluten Siegeswillen, gestärkt von vielen Fachleuten, die England zu den heißesten Favoriten zählen. Im Sturm spielt Superstar Wayne Rooney von Manchester United, der bei der Champions League gegen den FC Bayern jedoch nicht allzu viel ausrichten konnte.
Auch unser Nachbarland Schweiz hat sich unter Ottmar Hitzfeld für die WM qualfiziert. Aus Afrika haben sich neben dem Gastgeber Südafrika, Algerien, Elfenbeinküste, Ghana, Kamerun und Nigeria qualifziert.
Nach der Lektüre verschiedener Zeitungen und Magazine muss man in der Tat überrascht sein, dass die WM 2010 in Südafrika überhaupt stattfinden kann. Was habe ich nicht alles über die Stadien gelesen? Schämt euch alle, die ihr arrogant und mit Vorurteilen überschüttet fest davon ausgegangen seid, dass es die “Schwarzen” in Südafrika nicht schaffen werden, anständige Arenen für die Fußball-WM zu bauen. Schön sind sie sogar geworden, auch dank Unterstützung vieler Architekten aus Deutschland. In Johannesburg befinden sich die Fußballstadien Soccer City und Ellis Park. Soccer City wurde schon 1989 erbaut und in 2009 renoviert und fasst knapp 95.000 Plätze. Ellis Park ist im Jahr 1928 entstanden, wurde aber ebenfalls in 2009 umfassend renoviert und bietet Platz für 70.000 Zuschauer. In Kapstadt befindet sich das Green Point Stadion, ein Neubau aus 2009 mit 69.000 Plätzen. Das Moses Mabhida Stadion liegt in Durban, ebenfalls ein Neubau aus 2009 mit 70.000 Plätzen. Weitere Stadien sind
- Nelson Mandela Bay Stadion in Port Elizabeth (46.000 Plätze),
- Loftus Versfeld Stadion in Pretoria (50.000 Plätze),
- Free State Stadion in Bloemfontein (45.000 Plätze),
- Mbombela Stadion in Nelspruit (43.000 Plätze),
- Peter Mokaba Stadion in Polokwane (45.000 Plätze),
- Poyal Bafokeng Stadion in Rustenburg (42.000 Plätze).
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