Sonderausstellung im Museum Mensch und Natur München: Wildlife Photographer of the Year

2. Mai 2010 | Von | Kategorie: Kunst & Kultur

Das Münchner Museum Mensch und Natur zeigt seit 23.04.2010 bis 20. Juni 2010 eine Sonderausstellung zum Thema “Wildlife Photographer of the Year“.

Der Preis “Wildlife Photographer of the Year” ist der weltweit größte und prestigeträchtigste Wettbewerb für Naturfotografie, der erstmals 1964 ausgerichtet wurde. Inzwischen wird der Preis gemeinsam vom Natural History Museum und dem BBC Wildlife Magazine vergeben. In der Sonderausstellung im Museum Mensch und Natur München sind rund 100 Bilder zu sehen, die aus mehr als 43.000 eingereichten Arbeiten aus 94 Ländern stammen. Das Ziel der Organisatoren ist die Schärfung des Bewusstseins für die Vielfalt des Lebens und die Schutzwürdigkeit der Natur. Einzige Voraussetzung für die Teilnahme an dem Wettbewerb ist, dass das Foto in freier Natur entstanden ist und dass die Tiere nicht gestört wurden.

Preise werden in 11 Kategorien verliehen, zuzüglich 4 Sonderpreise, unter anderem für das Lebenswerk als Wildlife Fotograf. Neben dem mit 10.000 Pfund dotierten Titel Wildlife Photographer of the Year wird auch ein Nachwuchspreis vergeben, der Young Wildlife Photographer of the Year für Fotografen bis 17 Jahren. Gerade der Nachwuchspreis zeigt oft, dass nicht die Technik für ein Bild entscheidend ist, sondern das Auge für eine gute Komposition, den richtigen Moment und – viel – Glück.

Das Spektrum der gezeigten Bilder reicht von Wilde Tiere in Aktion über Tierportraits und zarte Pflanzen bis zu abtrakt wirkenden Detailaufnahmen. Das perfekte Foto entsteht dabei immer aus einer Mischung von Vision, technischem Know-how, naturkundlichem Wissen – und etwas Glück. Alle gezeigten Bilder wurden im Rahmen des Wettbewerbs um den Wildlife Photographer entweder prämiert oder lobend gewürdigt.

Einen Sieger gab es im vergangenen Jahr nicht, da sich die Organisatoren des Wettbewerbs darauf einigten, dem Spanier José Luis Rodriguez seinen 1. Platz abzuerkennen. Rodriguez soll für sein Siegerfoto mit einem Wolf im Sprung ein gezähmtes Tier fotografiert haben. Man konnte den fotografierten Wolf anhand einer dunklen Narbe unter dem rechten Auge wiedererkennen. Außerdem sei der Sprung über einen Zaun ein extrem unnatürliches Verhalten für einen Wolf, was ebenfalls zu Nachforschungen führte. Fotos von Tieren in Gefangenschaft sind zwar grundsätzlich nicht ausgeschlossen, müssen aber als solche kenntlich gemacht werden.



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