München verschärft Umweltzone
22. Juli 2009 | Von Kudo | Kategorie: Motor und Technik
In München wird die Umweltzone verschärft, obwohl noch gar nicht geklärt ist, ob diese Maßnahmen überhaupt geeignet sind, die Luftqualität zu verbessern.
Die EU lässt grüßen und alle müssen gehorchen. Seit 01. Oktober 2008 darf man nur noch mit einer grünen, roten oder gelben Umweltplakette an der Frontscheibe in die sogenannte Umweltzone von Münchnen hineinfahren. In vielen anderen Städten ist es genauso. Die Umweltzone von München beginnt innerhalb des Mittleren Ring. Trotz Ausnahmen für Anwohner und Gewerbe gab es auch für diese schon zu Tausenden Bußgelder. Gestern verfolgte mich noch einer dieser Angestellten der Stadt und wollte mir noch beim Fahren ein Zettel an die Scheibe hängen, weil ich angeblich im absoluten Halteverbot stand. Da hört doch der Spaß auf. Der Typ kam quasi von der anderen Straßenseite angerannt und hechtete fast vor mein Auto.
Zurück zur Umweltplakette. Obwohl es die Umweltzone wie schon gesagt seit Oktober 2008 gibt, hat sich die Luft in der Stadt München nicht wesentlich verbessert. Problemgebiet ist nach wie vor die Landsberger Strasse, wo die Grenzwerte der EU in diesem Jahr schon an 36 Tagen überschritten wurden. Erlaubt wären 35 Tage. Genau diese Tatsache zwang die Stadtverwaltung nun, eine Verschärfung der Umweltzone einzuleiten, da anderenfalls Vertragsstrafen seitens der EU gegen München drohen.
Das bedeutet nun, dass ab 01. Oktober 2010 auch die Autos mit roten Plaketten nicht mehr in die Umweltzone einfahren dürfen. Ab 01. Oktober 2011 erfasst das Verbot auch Autos mit den gelben Plaketten. Klingt eigentlich alles ganz vernünftig, wenn dadurch die Luft in der Stadt besser wird. Genau das ist jedoch der Streitpunkt, weil wohl noch völlig ungeklärt ist, ob diese Maßnahmen wirklich zur Verbesserung der Luftqualität beitragen.
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