Vulkan Asche über München

18. April 2010 | Von | Kategorie: München

Ganz Europa ist fest in der Hand der Vulkan Asche aus Island, die seit Tagen den gesamten Flugverkehr in Europa nahezu lahm gelegt hat. Für das bloße Auge nicht sichtbar, schwebt die Asche über unseren Köpfen.

Was für die einen ein echter Gewinn ist, stellt für die meisten ein riesiges Desaster dar. Die Vulkan-Asche aus Island lässt erahnen, wie abhängig unsere Gesellschaft vom Flugzeug und den Airlines geworden ist. Die Sperrung der großen Flughäfen in Deutschland und Europa wirbelt Urlaubspläne der Touristen durcheinander, Mitglieder der Regierung irren durch die Welt, und der Nachschub an Produktionsgütern für die Industrie ist an manchen Stellen schwer gefährdet. Auch die Post muss sich auf die neue Situation einstellen und die Zustellung der Briefe und Pakete ohne Flugzeuge organisieren. Dennoch, nichts geht auf den Flughäfen. In Frankreich wurden die letzten offenen Airports geschlossen, ebenso wie in Spanien.

Erste Reiseveranstalter haben nun gehandelt und die “genervten” Urlauber aus ihren Ferienorten abgeholt, per Reisebus. TUI schickte einen ganzen Konvoi nach Spanien, der die dortigen Urlauber per Bus nach Deutschland zurück holt. Busunternehmen machen durch das Flugverbot in Europa ein Wahnsinnsgeschäft, ebenso wie die Bahn. Allein die „Deutsche Touring“ hat ihre Flotte an Reisebussen auf 800 Busse vervierfacht!

Kanzlerin Angela Merkel irrte nach ihrem Flug aus den USA zurück nach Deutschland durch halb Europa, ohne erkennbares Ziel. Letztendlich ließ sie sich gemeinsam mit den Journalisten mit Bussen und Autos von Rom mit Zwischenstop in Bozen nach Berlin fahren. Auch Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg musste eine lange Reise mit Bussen und kleinen Flugzeugen von Afghanistan über Istanbul nach Berlin auf sich nehmen.

Hochzeiten und ein Todesfall mussten trotz Fehlen vieler geladener internationaler Gäste stattfinden. Von Entwarnung keine Spur und viele Airlines fragen inzwischen offen und lautstark nach dem (Un)Sinn der Flugverbote. Immer wieder hört man, dass man eigentlich garnicht richtig weiß, ob und wie die Flugzeuge in der aktuellen Situation gefährdet sind.

Glück für diejenigen, die während dieser Tage zuhause geblieben sind oder das Auto als Verkehrsmittel gewählt haben. Diejenigen konnten am Samstagabend einen einzigartigen Sonnenuntergang genießen, mit original Vulkanasche aus Island. Ich habe mich zu diesem Zweck aufgemacht ins Olympiazentrum München und dort auf den Olympiaturm. Und hier habe ich meine Ergebnisse online gestellt.



Das könnte auch interessant sein:

  1. Mit dem Rad von München über Regensburg nach Prag
Tags: Airport, Asche, Europa, Flug, Flughafen, Flugverbot, Flugzeug, München, Olympiaturm, Olympiazentrum, Regierung, Reisebus, Reiseveranstalter, Sonnenuntergang, Todesfall, Unternehmen, Urlaub, Verkehr

Schreibe einen Kommentar