Kati Witt und Olympia 2018 in München

9. September 2010 | Von | Kategorie: Olympia 2018

Katarina Witt ist nach dem Ausscheiden von Willy Bogner das “neue” Gesicht für die Bewerbung um die Olympischen Spiele 2018 in München, Garmisch-Partenkirchen und Berchtesgaden.
Eigentlich ist ja nach dem Ausscheiden von Willy Bogner aus der Geschäftsführung der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH Bernhard Schwank der neue Geschäftsführer und damit erster Mann an der Spitze der bayerischen Bewerbung um die olympischen Spiele. Doch Bernhard Schwank ist kein Name, mit dem viele Menschen eine Verbindung oder Vorstellung haben. Deshalb soll Katharina Witt der Olympiabewerbung mit ihrem Gesicht und ihrer Prominenz den notwendigen Glanz verleihen. Doch bei allem Respekt für Katharina Witt und ihre sportlichen Leistungen, sie ist und bleibt eine Sportlerin aus der ehemaligen DDR. Um es ganz deutlich zu sagen, ich mag Kati Witt sehr gerne sehen an der Spitze der bayerischen Bewerbung, weil sie eine überzeugende und sympathische Ausstrahlung hat. Nichts desto trotz fehlt der Bewerbungsgesellschaft nach dem Ausscheiden von Willy Bogner die bayerische Identifikationsfigur, die auch Skeptiker und Kritiker in Bayern mitnehmen kann. Und aus dieser Gruppe gibt es eine Menge Leute, die merkwürdigerweise in den Medien auch sehr präsent sind, fast präsenter als die Bewerbungsgesellschaft mit ihren Köpfen und Taten. Kati Witt braucht daher Unterstützung aus Bayern und am besten aus München. Wahrscheinlich weniger zur Einflußnahme auf IOC-Mitglieder, sondern zur überzeugenden Präsentation im eigenen Land.

Von daher kann ich dem jetzigen Geschäftsführer Bernhard Schwank nur Recht geben, wenn er sagt:

Eine wichtige Aufgabe wird sein, die Anteilnahme der Menschen an der Kandidatur zu steigern. Es muss deutlich werden, dass das ganze Land die Olympischen Spiele ausrichten will. Die Impulse müssen stärker als bisher von der Bewerbungsgesellschaft ausgehen.”

In dieser Richtung kam von Willy Bogner definitiv viel zu wenig. Stattdessen fütterte er die Medien sogar noch mit Negativschlagzeilen, die viele Menschen verunsichert haben. Nichts desto trotz ist es bedauerlich, dass Willy Bogner aus gesundheitlichen Gründen die Bewerbungsgesellschaft verlassen musste.

Uli Hoeneß mit seinem Einfluss und wirtschaftlichen Verständnis wäre aus meiner Sicht die ideale Besetzung im Ersatz für Willy Bogner. Außerdem ist er aus Bayern und tief verwurzelt in München und auch von daher die ideale Lösung. Franz Beckenbauer war wohl auch im Gespräch, hat aber bereits dankend abgelehnt.

Bernhard Schwank hat jedoch schon deutlich gemacht, dass man auf Seiten der Bewerbungsgesellschaft München 2018 jetzt mehr auf Basisarbeit vor Ort in Bayern setzt anstatt auf weitere prominente Namen.

An der personellen Besetzung der Bewerbungsgesellschaft wird sich nichts ändern. Aber wir haben viele prominente Sportbotschafter, die sich noch mehr einbringen können.

Da ist jedoch sicherlich noch nicht das letzte Wort gesprochen. Zu groß ist die Bedeutung dieses Events für München, Bayern und Deutschland. Einen weiteren Lapsus im Rahmen einer Olympiabewerbung können wir uns nicht leisten, da es beim IOC nach all den Mißerfolgen in den vergangenen Jahren sonst bald heißt:

“Ach, die Deutschen versuchen es mal wieder.”



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Ein Kommentar auf "Kati Witt und Olympia 2018 in München"

  1. [...] von Willy Bogner aus der Bewerbungsgesellschaft München 2018 wurde Katharina Witt zum “neuen” Gesicht der Münchner Bewerbung um die Olympischen Spiele 2018 gekürt und seitdem hat sich die Stimmung gegenüber dem Projekt [...]

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