Endet der Traum von Olympia 2018 in GAP?

Nov 15th, 2009 | By Kudo | Category: Politik

Entscheidet sich der Traum von Olympia 2018 in Bayern schon vor 2011 und an einem anderen Ort als in Durban (Südafrika).

Während in München, in Berchtesgaden, in Garmisch-Partenkirchen und in Oberammergau für die Bewerbung um die Olympischen Spiele 2018 in Bayern gestimmt wurde, gibt es heftigen Widerstand der Naturschützer gegen die Ausrichtung der Olympischen Spiele im eigenen Land.

Am 11.11.2009 hat der Münchner Stadtrat das Mini Bid Book für die Olympischen Winterspiele 2018 genehmigt. Nach den positiven Entscheidungen in Berchtesgaden und Garmisch-Partenkirchen wurde das grobe Bewerbungskonzept ins Rennen geschickt gegen die Mitbewerber aus Frankreich und Südkorea. Während die Entscheidung in München mit großer Mehrheit für Olympia 2018 getroffen wurde, war in Garmisch-Partenkirchen bis zur endgültigen positiven Entscheidung unklar, ob sich die Bewfürworter durchsetzen können. Am Ende gab es mit Hilfe der Stimmen aus CSB, Freie Wähler, FDP und Bayernpartei auch hier eine deutliche positive Entscheidung. Unverständlicherweise stand hier die CSU und SPD auf Seiten der Gegner, ohne dies ausreichend zu erklären.

Gegen die Ausrichtung der Olympischen Spiele in Bayern formieren sich vor allem Vertreter des Umwelt- und Naturschutzes. Nach der positiven Entscheidung des Gemeinderats in Garmisch-Partenkirchen wollen sie nun das Projekt mit Hilfe eines Bürgerbegehren stoppen. Soweit man das aus einiger Entfernung beurteilen kann, wird dort die große Mehrheit von einer hartnäckigen Minderheit unter dem Deckmantel des Natur- und Umweltschutz geärgert. Wie überall im Leben gibt es bei jedem Vorhaben einige wenige, die stets den Kopf schütteln, ohne belastbare und sachliche Argumente zu liefern. Mit dem Projekt Olympia 2018 gäbe es für Garmisch-Partenkirchen endlich eine Chance, das Verkehrsproblem zu lösen und für den dringenden Nachholbedarf bei den Gästezahlen zu sorgen. Seit Jahrzehnten leiden die Anwohner an dem Durchgangsverkehr, der sich durch die vorgelagerten Gemeinde nach Garmisch-Partenkirchen drängelt. Staus sind die Regel. Auch die einspurige Eisenbahnlinie ist ein Witz in der heutigen Zeit.

Die politischen Lager in Bayern sind bei dem Projekt Olympia 2018 auch nicht mehr genau zu orten. In Garmisch-Partenkirchen war es die CSU, die den Gegnern mit ihrem Antrag auf ein Volksentscheid unverhoffte Unterstützung brachten. Zum Glück für Bayern hatten sich die politischen Verhältnisse in Garmisch-Partenkirchen in der letzten Wahl zum Oberbürgermeister deutlich zu Lasten der CSU verschoben. Es regiert hier das Christlich Soziale Bündnis gemeinsam mit den Freien Wählern, die den Antrag der CSU auch gemeinsam abgelehnt haben.

Nach bisherigen Schätzungen veranschlagt die Bewerbungsgesellschaft Kosten für die Olympischen Spiele in einer Größenordnung von rund 3 Milliarden Euro. Ein großer Teil davon soll in den Aus- und Neubau von Straßen und Bahnstrecken rund um Garmisch-Partenkirchen fließen. Auch eine Modernisierung der Bahnstrecken von München nach Garmisch-Partenkirchen und Berchtesgaden ist geplant. Umwelt und Naturschutz hin oder her, das sind alles längst überfällige Maßnahmen zur Aufwertung der Gebiete Garmisch-Partenkirchen und Berchtesgaden.

Wie wär`s hiermit?


Tags: , , , , ,

Leave Comment