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	<title>Bayern Magazin &#187; Klaus Thannhuber</title>
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	<description>Geschichten und Bilder aus München und Bayern</description>
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		<title>Rettung der Schrannenhalle mit Hammer und Käfer</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Oct 2010 17:46:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kudo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Gezerre um die Münchner Schrannenhalle am Viktualienmarkt schien nie zu enden, doch nun tauchen nach und nach positive Nachrichten rund um die Schrannenhalle auf, die wieder Hoffnung machen. Eigentlich sollte die Schrannenhalle am Viktualienmarkt das Schmuckstück in der Münchner City werden. Zwischen Viktualienmarkt, Blumenstrasse und St. Jakobs-Platz gelegen liegt die Schrannenhalle in bester Lage,<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://bavarianspaces.de/index.php/unternehmen/hammer-ag-und-kaefer-retten-schrannenhalle/3556/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Gezerre um die <strong>Münchner Schrannenhalle am Viktualienmarkt</strong> schien nie zu enden, doch nun tauchen nach und nach positive Nachrichten rund um die Schrannenhalle auf, die wieder Hoffnung machen. <span id="more-3556"></span></p>
<p>Eigentlich sollte die <strong>Schrannenhalle am Viktualienmarkt</strong> das Schmuckstück in der Münchner City werden. Zwischen Viktualienmarkt, Blumenstrasse und St. Jakobs-Platz gelegen liegt die Schrannenhalle in bester Lage, an der man eigentlich nicht viel falsch machen konnte. Nichts desto trotz lag von Beginn an ein Schatten über der Schrannenhalle.</p>
<p>Die <a title="Schrannenhalle München" href="http://bavarianspaces.de/index.php/wirtschaft/gezerre-um-schrannenhalle/2434/">Chr0nik über Aufstieg und Fall der Schrannenhalle</a> in München beginnt mit ihrer Errichtung im Jahre 1851 nach den Plänen des Stadtbaumeisters Karl Muffat als Getreidehalle am Rande des Viktualienmarkts. Nach Abschluss der Bauarbeiten in 1853 konnte die Schrannenhalle als Getreidehandelsplatz ihre Aufgabe wahrnehmen. Bis dahin fand der Getreidehandel <a title="Marienplatz München" href="http://bavarianspaces.de/index.php/geschichte/marienplatz-und-mariensaule/404/">auf dem Marienplatz</a> statt, der bis 1854 noch Schrannenplatz hieß. Zum damaligen Zeitpunkt handelte es sich bei der Konstruktion der Schrannenhalle aus Glas und Eisen um ein bauliches Meisterwerk. Doch schon sehr bald verlor die Schrannenhalle angesichts des Rückgangs des Getreidehandels immer mehr ihre Bedeutung und spätestens 1912 auch ihren eigentlichen Zweck, nachdem der Getreidegroßhandel in die neue Großmarkthalle am Südbahnhof verlegt wurde. Daraufhin wurde ein Teil der Schrannenhalle abgebaut, der Rest wurde während eines Brands in 1932 zerstört.</p>
<p>Der eingelagerte Teil der Schrannenhalle tauchte rund 50 Jahre später in einer Lagerhalle der Stadtwerke München wieder auf, als der Architekt und Stadthistoriker Volker Hütsch diese 1978 durch Zufall dort entdeckte. Auf Basis eines Gutachtens der TU München beschloss der Münchner Stadtrat 1980, die Schrannenhalle an ihrem original Standort wieder aufzubauen. Es dauerte jedoch noch bis 2003, dass der Wiederaufbau der Schrannenhalle am Viktualienmarkt tatsächlich beginnen konnte. Feierliche Wiedereröffnung war dann schließlich am 5. September 2005.</p>
<div id="attachment_3557" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://bavarianspaces.de/wp-content/uploads/2010/10/viktualienmarkt_münchen.jpg" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img class="size-full wp-image-3557" title="Viktualienmarkt München" src="http://bavarianspaces.de/wp-content/uploads/2010/10/viktualienmarkt_münchen.jpg" alt="Viktualienmarkt München" width="600" height="359" /></a><p class="wp-caption-text">© 2010 Viktualienmarkt München</p></div>
<p>Komplizierte juristische Konstruktionen wurden rund um die Schrannenhalle aufgebaut. Das Grundstück blieb bei der Stadt München, Eigentümer des darauf stehenden Gebäudes wurde die DBVI GmbH &amp; Co Schrannenhalle KG, eine Tochter der Deutsche Beamtenvorsorge Immobilien Holding AG (DBVI), die wiederrum von Klaus Thannhuber gegründet wurde und geschlossene Immobilienfonds auflegte. Betreiber der Schrannenhalle war wieder eine andere Gesellschaft, namentlich die Schrannenhallen GmbH &amp; Co. KG in der <a title="GmbH &amp; Co. KG" href="http://www.iyotta.de/index.php/gmbh/108-gmbh/120-ueberblick-gmbh-und-co-kg.html" target="_blank">Rechtsform einer GmbH &amp; Co. KG</a>. Schon im Juli 2006 begann der wirtschaftliche Verfall der Schrannenhalle, zunächst leise und still mit einem abenteuerlichen Absturz der Aktien der Deutsche Beamtenvorsorge Immobilien Holding AG (DBVI) von 8,00 Euro auf rund 0,03 Euro. Anlaß hierfür war das Moratorium der Bundeanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht über die Privatbank Reithinger mit Veräußerungs- und Zahlungsverbot wegen des „unübersichtlichen Unternehmensgeflechts“, in das die Bank des Klaus Thannhuber verwickelt war. Dem wirtschaftlichen Verfall folgte der kulturelle Tiefpunkt in 2007, als in der Schrannenhalle eine YouPorn- Veranstaltung stattfand. Im August 2008 folgte die Zwangsverwaltung der Schrannenhalle GmbH &amp; Co. KG, da diese die laufenden Finanzierungsverpflichtungen gegenüber ihren Kreditgebern nicht mehr erfüllen konnte. Zahlreiche am Aufbau beteiligte Firmen mussten ihre Forderungen abschreiben.</p>
<div id="attachment_3558" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://bavarianspaces.de/wp-content/uploads/2010/10/schrannenhalle.jpg" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img class="size-thumbnail wp-image-3558" title="Schrannenhalle am St. Jakobs-Platz" src="http://bavarianspaces.de/wp-content/uploads/2010/10/schrannenhalle-150x150.jpg" alt="Schrannenhalle am St. Jakobs-Platz" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Schrannenhalle am St. Jakobs-Platz</p></div>
<p>Anschließend begann ein wildes Gezerre zwischen Zwangsverwalter und Betreiber der Schrannenhalle, die zunächst die Mietzahlungen für die Halle minderte und schließlich komplett einstellte. Es folgte ein Krimi um den Erwerb der Schrannenhalle, bei dem sich zunächst der niederbayerische Unternehmer Günter Karl einen Vorteil verschaffte, indem er einen großen Teil der Forderungen der Deutschen Bank London aufkaufte. Letztendlich <a title="Hammer AG wird Eigentümer der Schrannenhalle" href="http://bavarianspaces.de/index.php/munchen/neuer-eigentuemer-der-schrannenhalle/2459/">erhielt jedoch eine Tochtergesellschaft der Hammer AG im Dezember 2009 das Eigentum an der Schrannenhalle</a>. Nun steht also ein wirtschaftlich stabiles Unternehmen in der Rechtsform einer <a title="Aktiengesellschaft" href="http://www.iyotta.de/index.php/rechtslexikon/280-rechtslexikon/564-aktiengesellschaft.html" target="_blank">Aktiengesellschaft</a> hinter der Schrannenhalle. Seitdem wurde an einem neuen Konzept für die Nutzung der Schrannenhalle gearbeitet.</p>
<p>Einer der heiß gehandelten Namen war immer wieder <strong>Michael Käfer</strong> und nun ist auch klar, dass Michael Käfer mit seinem Gastronomie-Imperium in die Schrannenhalle einzieht. Aus der Schrannenhalle wird also eine Käferhalle, wodurch sich das Käfer-Imperium seine Stellung unter den <a title="Top 10 Gastronomie münchen" href="http://bavarianspaces.de/index.php/top-10/gastronomie-unternehmen-muenchen/2890/">Top 10 Gastronomie-Unternehmen in München</a> sichern wird. Knapp ein Drittel der Halle übernimmt Käfer und errichtet dort einen (weiteren) Delikatessen- und Feinkost-Markt. Delikatessen, Spezialitäten und Feinkost aus der Hand von Käfer wird es also zukünftig in der Schrannenhalle geben. Geplant ist auch ein Bereich Gas­tronomie ähnlich wie bei Käfer in der Prinzregentenstrasse. Nachdem sich Käfer aus dem Bieterverfahren rund um die Residenzpost am Max-Josephs-Platz verabschiedet hatte, konzentrierte er sich auf das Prestigeprojekt Schrannenhalle am Viktualienmarkt. Daneben werden etwa weitere 10 bis 20 Standl und ein Geschäft für Küchengeräte entstehen.</p>
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		<title>Schrannenhalle mit neuem Eigentümer</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 20:47:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kudo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Ereignisse rund um die Münchner Schrannenhalle überschlagen sich diese Woche. Absage der Zwangsversteigerung, neuer Hauptgläubiger, neuer Eigentümer. Zum Glück ist eines beim alten geblieben. Keiner will so richtig transparent offen legen, was er eigentlich mit der Schrannenhalle plant. Der für diese Woche angesetzte Termin der Zwangsversteigerung der Schrannenhalle wurde für alle Beteiligten und die<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://bavarianspaces.de/index.php/munchen/neuer-eigentuemer-der-schrannenhalle/2459/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Ereignisse rund um die <strong>Münchner Schrannenhalle</strong> überschlagen sich diese Woche. Absage der Zwangsversteigerung, neuer Hauptgläubiger, neuer Eigentümer. <span id="more-2459"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Zum Glück ist eines beim alten geblieben. Keiner will so richtig transparent offen legen, was er eigentlich mit der Schrannenhalle plant. Der für diese Woche angesetzte <strong>Termin der Zwangsversteigerung</strong> der Schrannenhalle wurde für alle Beteiligten und die Öffentlichkeit überraschend auf Wunsch der Hauptgläubigerin Deutsche Bank London abgesetzt. Mit dem Unternehmer aus Niederbayern <strong>Günther Karl</strong> tauchte auf einmal ein neuer Name auf und man spekulierte schon darauf, dass er der neue &#8220;Macher&#8221; in der Schrannenhalle sei.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch weit gefehlt. Heute offenbarte sich der <strong>Bauingenieur Hans Hammer</strong> als neuer Eigentümer der Schrannenhalle, nachdem er von der Schrannenhallen GmbH &amp; Co. KG das Eigentum an der Schranne übernommen hatte. Jetzt gehört die Schrannenhalle in München also einer Tochtergesellschafter der Hammer AG, einer <strong>Münchner Immobiliengesellschaft</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf der <a title="Hammer AG" rel="nofollow" href="http://www.hammer.ag" target="_blank">Internetpräsenz der Hammer AG</a> ist zu lesen, dass man sich im letzten und in diesem Jahr von einer Reihe Immobilien getrennt habe und derzeit am Aufbau eines neuen Portfolio arbeite.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Im Rahmen unserer aktiven Portfoliosteuerung haben wir uns im letzten und in diesem Jahr von einem großen Teil unserer Gebäude getrennt, nicht zuletzt aufgrund der starken Nachfrage seitens zahlreicher Investoren. Am erneuten Aufbau unseres Portfolios arbeiten wir bereits.&#8221;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Zum konkreten <strong>Nutzungskonzept</strong> gibt es noch keine Aussagen seitens des neuen Eigentümers; eine kulturelle Nutzung mit Marktgeschehen sei jedoch angestrebt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Oberbürgermeister Ude</strong> ließ jedoch schon durchblicken:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">„Ein tagtäglicher Großdiskobetrieb und ein dauerhaftes <a title="Oktoberfest" href="http://oktoberfest.blog.de" target="_blank">Oktoberfest</a> kommen nicht in Frage.“</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Und was ist nun mit Günther Karl aus Niederbayern? Tja, der hat nun erstmal das Nachsehen bzw. die Schulden am Bein, die er jetzt vom neuen Eigentümer fordern kann. Wie er heute öffentlich verkünden ließ, hat Günther Karl die Forderungen der Deutschen Bank London aufgekauft samt Grundschulden, die auf der Schrannenhalle liegen.</p>
<p style="text-align: justify;">Eins ist wohl auch klar. <strong>Klaus Thannhuber</strong> ist erst mal raus aus dem <a title="Gezerre um Schrannenhalle" href="http://bavarianspaces.de/index.php/wirtschaft/gezerre-um-schrannenhalle/2434/">Gezerre um die Schrannenhalle</a>. Inwieweit <strong>Jürgen Lochbihler</strong> als Pschorr-Wirt noch mitmischen wird, muss noch geklärt werden. Es wäre jedoch im Sinne der Schrannenhalle zu wünschen, dass schnell ein tragbares und nachhaltiges Nutzungskonzept erarbeitet wird, das die Münchner auch annehmen.</p>
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		<title>Gezerre um die Schrannenhalle ohne Ende</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 21:25:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kudo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Eigentlich sollte das Gezerre um die Schrannenhalle in dieser Woche durch Zwangsversteigerung beendet werden. In allerletzter Minute tauchte jedoch (wieder) ein geheimnisvoller Investor auf. Die Schrannenhalle sollte eins der Vorzeige-Immobilien in der Münchner Innenstadt werden. Die Lage zwischen St.-Jakobs-Platz und Viktualienmarkt versprach eigentlich genug Potential für den wirtschaftlichen Erfolg. Über das Desgin der Schrannenhalle lässt<br /><span class="excerpt_more"><a href="http://bavarianspaces.de/index.php/wirtschaft/gezerre-um-schrannenhalle/2434/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich sollte das Gezerre um die <strong>Schrannenhalle</strong> in dieser Woche durch Zwangsversteigerung beendet werden. In allerletzter Minute tauchte jedoch (wieder) ein geheimnisvoller Investor auf. <span id="more-2434"></span></p>
<p>Die <strong>Schrannenhalle</strong> sollte eins der Vorzeige-Immobilien in der Münchner Innenstadt werden. Die Lage zwischen St.-Jakobs-Platz und Viktualienmarkt versprach eigentlich genug Potential für den wirtschaftlichen Erfolg. Über das Desgin der Schrannenhalle lässt sich zwar streiten, ist aber geprägt von der historischen Erscheinung. Schon bald nach Abschluss des Wiederaufbaus der historischen Schrannenhalle im September 2005 begann auch schon der Ärger.</p>
<p>Hinter der <a title="Schrannenhalle" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schrannenhalle_(München)" target="_blank">Schrannenhalle</a> stehen komplizierte juristische Konstruktionen, die der Laie ohnehin nicht durchschauen kann. Das Grundstück gehört nach wie vor der Stadt München, Eigentümer des darauf stehenden Gebäude ist die <strong>DBVI GmbH &amp; Co Schrannenhalle KG</strong>, eine Tochter der Deutsche Beamtenvorsorge Immobilien Holding AG (DBVI), die von <strong>Klaus Thannhuber </strong>gegründet wurde und geschlossene Immobilienfonds auflegt.</p>
<p>Am 1. Mai 2005 blickte der Münchner Oberbürgermeister Ude <a title="Ude in der SZ 2005" rel="nofollow" href="http://www.sueddeutsche.de/muenchen/665/367482/text/" target="_blank">in der Süddeutschen Zeitung</a> noch optimistisch in die Zukunft:</p>
<blockquote><p>&#8220;2004 war kein schlechtes Jahr, weil es viele höchst erfreuliche Entwicklungen gab. Wir sind wieder die deutsche Großstadt mit der geringsten Arbeitslosigkeit. Wir haben eine verbesserte Finanzlage, keine Einbrüche wie 2002 und 2003 und wir haben große Projekte, den Spatenstich fürs Jüdische Zentrum, das <strong>Richtfest für die Schrannenhalle</strong>, die Grundsteinlegung für die BMW-Welt, an denen man sieht, dass es aufwärts geht.&#8221;</p></blockquote>
<p>Doch schon vor Beginn der Bauarbeiten gab es deutliche Warnungen vor dem Investor DBVI AG und Klaus Thannhuber. Der Wirtschaftsdienst „Gerlach-Report“ beurteilte in seiner Nummer 32/97 die Deutsche Beamtenvorsorge AG so:</p>
<blockquote><p>„Sie brüstet sich mit einer Aktienkursentwicklung von 17 Prozent seit dem 15.12.1994, als die Aktien an der Börsen eingeführt wurden. Damit bewegt sie sich als Immobiliengesellschaft auf dem Lächerlichkeitsniveau der Offenen Immobilienfonds, die auch so tun, als ob sie die Entwicklung der Immobilienmärkte, die jedermann alltäglich in den Zeitungen nachvollziehen kann, überhaupt nicht beträfe.“</p></blockquote>
<p>In älteren „Gerlach-Reports“ ist die Rede von einem</p>
<blockquote><p>„Unternehmensgespinst“, der „an Intransparenz kaum zu überbieten“ sei.</p></blockquote>
<p>Von der Zeitschrift Capital erhält die Aktiengesellschaft in der Ausgabe 2/92 die denkbar schlechteste Bewertung „mangelhaft“, nämlich lauter Fünfer. Kreditgeber der Deutschen Beamtenvorsorge Immobilien Holding AG (DBVI) zur Finanzierung des Projekts Schrannenhalle war ursprünglich die <strong>Berlin-Hannoversche Hypothekenbank AG</strong> (kurz: Berlin Hyp) mit Sitz in Berlin, eine der großen deutschen Pfandbriefbanken.</p>
<p>Und schon im Januar 2006 wurde der <a title="Ärger um Schrannenhalle" href="http://bavarianspaces.de/index.php/kunst-kultur/good-bye-kultur-schrannenhalle/1507/">Ärger um die Schrannenhalle</a> mehr als deutlich, als 2 Mitglieder des Beirats der Schrannenhallen GmbH medienwirksam zurücktraten und &#8220;offene Briefe&#8221; mit gegenseitigen Vorwürfen übersät waren. Darin ging es vor allem um die mangelhafte Erfüllung des Kulturauftrages der Schrannenhalle, die sich die Stadt München bei der Planung des Wiederaufbau ausgebeten hatte.</p>
<div id="attachment_2435" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://bavarianspaces.de/wp-content/uploads/2009/12/schrannenhalle2.jpg" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img class="size-full wp-image-2435" title="Schrannenhalle München mit Pschorr" src="http://bavarianspaces.de/wp-content/uploads/2009/12/schrannenhalle2.jpg" alt="Schrannenhalle München mit Pschorr" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Schrannenhalle München mit Pschorr</p></div>
<p>Im Juli 2006 begann dann der wirtschaftliche Verfall rund um die Schrannenhalle, zunächst beginnend mit der <strong>Privatbank Reithinger</strong>. Der 5-Jahres-Chart der Deutsche Beamtenvorsorge Immobilien Holding AG (DBVI) offenbart im Juli 2006 einen abenteuerlichen Absturz der Aktien von 8,00 Euro auf rund 1 Euro. Was war geschehen? Zu diesem Zeitpunkt hat die Bundeanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die <strong>Privatbank Reithinger</strong> unter ein Moratorium in Form eines Veräußerungs- und Zahlungsverbots gestellt, unter anderem mit Verweis auf ein „unübersichtliches Unternehmensgeflecht“, in das Klaus Thannhuber die Bank verstrickt haben soll. Aktuell haben die Aktien einen Wert von 0,03 Euro.</p>
<p>Und es sollte alles noch viel schlimmer kommen. Der kulturelle &#8220;Tiefpunkt&#8221; war Ende 2007 erreicht, als eine <strong>&#8220;YouPorn&#8221; Veranstaltung in der Schrannenhalle</strong> ausgerufen wurde. Und im August 2008 wurde die <strong>Schrannenhallen GmbH &amp; Co. KG unter Zwangsverwaltung</strong> gestellt, weil sie die laufenden Finanzierungsverpflichtungen gegenüber der Deutschen Bank London nicht mehr erfüllen konnte. Diese hatte die Kredite der Berlin-Hannoversche Hypothekenbank AG (Berlin Hyp) zwischenzeitlich gekauft. An der Errichtung der Schrannenhalle beteiligte Handwerksunternehmen blieben auf offenen Rechnungen sitzen. Es wurden Forderungen gegenüber der Stadt München laut, dass diese von ihrem Heimfallrecht Gebrauch machen und die Schrannenhalle samt Schulden übernehmen solle. Daraus wurde jedoch nichts.</p>
<p>Als die <strong>Münchner Schrannenhallen GmbH (Betreiber der Schrannenhalle) </strong>zum Ende 2008 die Mieten an die Schrannenhallen GmbH &amp; Co. KG (Eigentümer) minderte und schließlich einstellte, kündigte der Zwangsverwalter im Dezember 2008 den entsprechenden Mietvertrag und stellte <strong>Insolvenzantrag gegen die Münchner Schrannenhallen GmbH.</strong> Als neuer Betreiber der Schrannenhalle bot sich zwar <strong>Jürgen Lochbihler</strong> an, Pschorr Wirt und ehemals auch Geschäftsführer der Müncher Schrannenhallen GmbH sowie Partner von Klaus Thannhuber. Einen Zuschlag erhielt er jedoch zunächst nicht und so kam es, dass der Insolvenzverwalter der Schrannenhallen GmbH Axel Bierbach auch den letzten in der Schrannenhalle verbliebenen Standbesitzern die Mietverträge bis zum 30.03.2009 kündigte. Als die Deutsche Bank London überraschend die Zwangsverwaltung aussetzte und Klaus Thannhuber die Regie über die Schrannenhalle wieder in die Hand gab, folgten haarsträubende Auseinandersetzungen zwischen Thannhuber und Jürgen Lochbihler, also den beiden früheren Partner und Geschäftsführern der in Insolvenz geratenen Münchner Schrannenhallen GmbH, die in der Räumung der Schrannenhalle in einer &#8220;Nacht und Nebel Aktion&#8221; endeten. Während sich die beiden noch über die &#8220;richtige Nutzung&#8221; der Schrannenhalle stritten, kaufte der niederbayerische <strong>Unternehmer Günter Karl</strong> einen großen Teil der Forderungen der Deutschen Bank London. Er wird auch der Grund sein, warum der in dieser Woche geplante Termin für die Zwangsversteigerung der Schrannenhalle überraschend aufgehoben wurde.</p>
<p>Es bleibt nur zu hoffen, dass die Schrannenhalle zukünftig in &#8220;ruhigeres Fahrwasser&#8221; kommt und endlich ein vernünftiges und tragfähiges Konzept auf die Bein gestellt wird.</p>
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