Das AuerBräu in Rosenheim
23. August 2009 | Von Kudo | Kategorie: Unternehmen
Die Brauerei AuerBräu ist in Rosenheim ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Sponsor zahlreicher regionaler Veranstaltungen.
Begründer des AuerBräu ist Johann Auer, der 1887 zunächst ein 29.000 qm großes Grundstück in der Nähe des Rosenheimer Bahnhof kaufte. Preis 50.000 Reichsmark (ca. 8,2 Mio. DM). Ein Jahr später erwarb Johann Auer den „Saubräu“, wo heute der „Ludwigshof“ am Ludwigplatz steht. Mit einer weiteren Investition von 620.000 DM baute er in Rosenheim seine Brauerei AuerBräu auf und wählte als Markensymbol den balzenden Auerhahn. Schon 1889 braute Johann Auer erstmalig an der Münchener Strasse sein Bier unter dem Firmennamen AuerBräu. Von 1989 bis 1914 stieg der jährliche Bierausstoß auf 36.000 hl.
Den Gewinn aus dem Verkauf seines Bier investiert Johann Auer sogleich wieder in das Wachstum der Brauerei. So erwarb er 1913 in kurzer Zeit mehrere kleine Brauereien in Rosenheim und Umgebung, darunter auch die Brauereien in Riedering und Rohrdorf. Außerdem kaufte er auch gleich einige Gaststätten sowie Eis- und Sommerkeller dazu, um für einen ordentlichen Absatz seines Bier zu sorgen.
Nach dem Tod von Johann Auer am 3. September 1913 führte seine Witwe Therese Auer das Unternehmen fort. Auch Therese Auer verfolgte eine konsequente Expansion des AuerBräu und übernahm das Rosenheimer Sternbräu, das Bräu am Anger, das Schießl Bräu in Halfing und die Schloßbrauerei in Grabenstätt.
Das Markensymbol der AuerBräu trägt auch heute noch den balzenden Auerhahn und erinnert so nach wie vor an den Gründer des AuerBräu Johann Auer (Quelle: Wikipedia)
Kurz vor ihrem Tod im September stimmt Therese Auer einer Fusion des AuerBräu mit der Paulaner-Salvator-Thomasbräu AG, der Schuhbrauerei in Bad Aibling, der Schloßbrauerei Brannenburg sowie der Schlossbrauerei Vagen zu. Im 2. Weltkrieg wurde auch die Brauerei des Auer Bräu schwer beschädigt und musste nach Kriegsende erst wieder aufgebaut werden. Schnell konnte der Bierausstoss der Brauerei wieder erheblich gesteigert werden.
Nachdem die Paulaner-Salvator-Thomasbräu AG 1984 die Mehrheit an der AuerBräu AG übernommen hatte, folgten einige Änderungen in der Absatzstruktur und bei den Handelsmarken des AuerBräu. 2004 investiert die AuerBräu AG rund 4 Mio. Euro in den Neubau eines Lagerkeller, der zu den modernsten Lagerkeller in ganz Deutschland gehört. Im gleichen Jahr wird das “Johann Auer” Rosenheimer Dunkle Weiße in Gedenken an den Gründer des AuerBräu eingeführt. 2007 folgte eine Modernisierung des Sudhaus in Richtung Sicherung und Verbesserung der Qualität der “Rosenheimer Bierspezialitäten”.
In 2008 wurde die AuerBräu AG für ihre erstklassigen Biere und Getränke mit dem Bundesehrenpreis der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft ausgezeichnet. Nur besonders gute Gesamtleistungen im Rahmen des DLG Test werden mit einem Ehrenpreis des Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ausgezeichnet.
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