FCB vs. BVB

Kategorie: Sport | 13. April 2012

Der BVB hat das Spitzenspiel der Bundesliga gegen den FCB und wohl auch die diesjährige Meisterschaft für sich entschieden und sich damit große Anerkennung aus München verdient.

So wie es aktuell aussieht, wird der BVB auch in diesem Jahr die Meisterschaft in der Bundesliga gewinnen und den FCB wieder auf den 2. Platz verweisen. Mit 6 Punkten Vorsprung wird der sich der BVB die Meisterschaft nicht mehr lassen, zumal der FC Bayern München alle Spiele gewinnen müsste. Immerhin bleibt noch die Champions League für den FC Bayern, aber das ist sicherlich nur ein schwacher Trost, wenn man an den gut besetzten Kader denkt. Umso beeindruckender ist die Arbeit des Jürgen Klopp in Dortmund, der dort eine sehr junge und erfolgreiche Mannschaft aufgebaut hat. Und die trifft auch im DFB-Pokal wieder auf den FC Bayern. Inzwischen ist in Dortmund eine starke Mannschaft herangewachsen, die zumindest national auf gleicher Stufe mit dem FCB steht, wenn nicht sogar etwas besser. Wer das Spitzenspiel “Dortmund-München” sehen konnte, war angesichts der Chancenlosigkeit und wenigen Chancen des FC Bayern München überrascht.

Tragische Figur in dieser Saison ist und bleibt Arjen Robben, der sozusagen die Hoffnungen auf die Meisterschaft im Alleingang zerstört hat. Zum einen war er an dem 0:1 nicht ganz unbeteiligt, zum anderen verschießt er den Elfmeter und eine weitere 100%-ige Chance in der Verlängerung. Obwohl es im Fußball ehernes Gesetz ist, dass der Gefoulte den Elfmeter nicht selbst schießt, nahm sich Robben den Ball und passte ihn direkt in die Arme von Weidenfeller. Hier stellt sich die Frage, warum das so ohne weiteres passieren konnte und was das über das aktuelle Mannschaftsgefüge aussagt. Diese Analyse erscheint mir vor allem im Hinblick auf den nächsten Knaller gegen Real Madrid wichtig zu sein, um bestmöglich ins Finale der Champions League gegen den FC Barcelona in der Allianz-Arena einzuziehen.

Für uns Münchner ist es zwar nicht erfreulich, daß in Dortmund offensichtlich ein ernsthafter Gegner in den nationalen Wettbewerben herangewachsen ist, aber den Rest Deutschlands erfreut das sicher, weil es den Fußball (noch) interessanter macht. Und die frühere erfolgreiche Taktik der systematischen Schwächung ernsthafter Gegner durch Abwerbung der Stars scheint beim BVB nicht aufzugehen, da die jungen Spieler kein Interesse haben, nach München zu wechseln. Bestes Beispiel ist Mario Götze, der beim BVB verlängert hat.


 

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